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Der Türkisch-Islamische Kulturverein Dortmund-Scharnhorst e.V. wurde erstmals 1980 gegründet. Die "Moschee" befand sich damals auf der "anderen Seite" (jenseits der B236) in der Siedlung Wambeler Heide und war ein baufälliger eingeschossiger Altbau, welchen der Verein gemietet hatte.
Um den Musliminnen und Muslimen in Dortmund-Scharnhorst einen würdigeren Ort zur Ausübung ihres Glaubens zu geben, beschlossen die Mitglieder der Gemeinde im Jahre 1986 unsere jetzige Moschee zu erwerben. Das Gebäude ist vielen Scharnhorstern sicherlich noch gut in Erinnerung, denn es war der altehrwürdige Zechenkindergarten, dem das Gebäude früher gehörte, bevor es durch einen Brand größtenteils unbewohnbar wurde. Entsprechend aufwändig war auch die Sanierung, welche mehrere Jahre dauerte. Das Gebäude samt Grundstück wurde für 150.000 DM erworben. Diese Summe und auch die anschließenden Renovierungsarbeiten wurden ausschließlich von den Mitgliedern sowohl durch freiwillige handwerkliche Tätigkeiten, als auch durch langjährige Spendenaktionen mit Unterstützung diverser anderer Moscheevereine erbracht. Nach einjähriger Renovierungszeit wurde unsere Moschee schließlich im Jahre 1987 feierlich eröffnet und bekam den Namen "Ayasofya", zu deutsch "Haghia Sophia".
Unsere Gemeinde ist dem Dachverband DITIB des türkischen Amtes für Religionsangelegenheiten zugehörig, wodurch in der Türkei in staatlichen Hochschulen ausgebildete Imame für eine Dauer von i.d.R. 4 Jahren turnusmäßig zu unserer Gemeinde abgeordnet werden. Die historische Ayasofya

Die ehemalige Kathedrale Hagia Sophia in Istanbul gilt als eines der kühnsten Bauwerke der Menschheit, wegen der 56m hohen Kuppel, die einen gewaltigen Durchmesser von 31m aufweist. Wegen dieser immensen, nahezu schwerelos über dem freien Hauptraum schwebenden Kuppel galt die im Auftrag von Kaiser Justinian errichtete Kirche der heiligen Weisheit (griech. Hagia Sophia) in der Spätantike als achtes Weltwunder. Sie gehört auch zum Weltkulturerbe der UNESCO.Sie wurde in den Jahren 532 bis 537 erbaut und diente als Kathedrale bis zur Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453 durch die Osmanen. Sultan Mehmet, der Eroberer, erklärte die "Ayasofya" zur imperialen Hauptmoschee von Istanbul und ließ sie um islamische Elemente, wie Minarett, Mihrab, Mimber, Kürsü sowie zahlreiche Ornamente und Verse aus dem Koran erweitern. Er befahl, die christlichen Symbole der Mosaiken und Wandmalereien sowie sämtliche Kunstwerke aus der Zeit der Erbauer beizubehalten und Christen den Zugang zur Ayasofya jederzeit zu gestatten. Ihre charakteristische und gleichsam architektonisch in höchstem Maße anspruchsvolle Bauweise prägt bis in die heutige Zeit den Baustil osmanisch-türkischer Moscheen. So ließ Sultan Ahmet I., direkt gegenüber der Ayasofya die "Blaue Moschee" exakt in gleichem Stil erbauen, welche bezüglich der Größe, der Höhe und der Komplexität sogar die Hagia Sophia übertrifft. Seit 1935 führt die Ayasofya ihre historische Funktion als Museum weiter. |